Samstag, 19. Mai 2012, 04:06:41 Uhr

21. Juli 2009, 23:15

Die Basel Gladiators haben es geschafft!

Genau eine Saison haben sie gebraucht, um den sofortigen Wiederaufstieg zu schaffen. Die Mannnen um Dwain Wood besiegten am späten Nachmittag auf dem Basler Rankhof, die Bienna Jets verdient mit 42:14. Mit dieser grossartigen Leistung haben sie sich die Zugehörigkeit im A mehr als verdient. Die Bienna Jets waren aber ein guter Gegner, der den Baslern bis Mitte drittem Quarter einiges Kopfzerbrechen bereitete. Ein tolles Finalspiel!+++Aus Basel Marcel Krebs Text und Fotos.

Brüttisellen, 18.7.09 (mk) Er ist wieder da! Dwain Wood und seine Basel Gladiators schafften am heutigen Spätnachmittag auf dem Basler Rankhof den Wiederaufstieg in die Nationalliga A. Es war ein tolles Spiel und die Bieler fanden in der ersten Halbzeit schnell das Rezept der Gladiators heraus. So stand es den nach einem grossartigen Kampf zur Pause 14:14. Die Bienna Jets waren in diesen ersten beiden Quarter den Baslern in nichts unterlegen, im Gegenteil, das Spiel hatte Phasen wo die Bieler das Diktat übernahmen.

Die B-Saison ist mit diesem Spiel zu Ende. Es war ein Spektakel der besonderen Art, an dem alle Teams der B-Liga beteiligt waren. Eines haben alle gemeinsam dem Publikum näher gebracht - American Football und mit ihm gelebte Freude, Fun und eine Portion Abenteuer.

Mit den Gladiators steigt eine Mannschaft in die höchste Liga auf, die wieder neuen Schwung bringt und der etwas eingerosteten A-Liga zu neuem Glanz verhelfen wird.

Das Spiel

Das Bieler Team bekannt für seine Startdrives, machte dieser Bekanntheit alle Ehre. Mit einem unwiederstehlichen Drang nach vorne, zwangen sie die Gladiators zu Fehlern in der Defense. Der Druck der Bieler hielt die ersten fünf Spielminuten an. 0636 waren im ersten Quarter noch zu spielen als die Bieler mit einem herrlichen Touch Down die Führung übernahmen und gleich noch zwei Zusatzpunkte holten. Der ungewollte Startausgang für die Basler brachte erstmals den Basler Coach auf die Palme und er erklärte seinen Spielern lautstark wie er das heutige Spiel verstand.

So dauerte es bis zum Zeitstand 0329, bis die Gladiators mit einem sehenswerten Touch Down und anschliessender Zusatzpunktwertung den Gleichstand herstellten. Der Ausgleich zum 8:8 war besonders der kämpferischen Einstellung der Gladiators zu verdanken. Sie fighteten wie es sich bei einem Finalspiel gehört.

Im zweiten Quarter übernahmen die Basler anfänglich das Spieldiktat, wie man es von ihnen gewohnt war. Nach nicht mal einer Minute Spielzeit, gingen sie erstmals in Führung. 14:8. Genaue Pässe, gute Spielzüge - die Bieler wurden immer mehr zurückgedrängt. Dann der überraschende Ausgleich. Kaum drei Minuten später gelang den Seebueben der unerwartete Ausgleich. Sie waren im Angriff mühten sich aber sehr ab und wusch - aus einer nicht nötigen Situation, mussten die Gladiators den Ausgleich hinnehmen. Dies war auch der Pausenstand. 14:14.

Die erste Spielhälfte entsprach einem echten Finalfight. Die Bieler verstanden es immer wieder die Gladiators auf allen Positionen zu stören und waren massgeblich guten Spiel beteiligt, wenn auch die Gladiators über die gesamte erste Halbzeit mehr vom Spiel hatten. Alles was es an Spannung geben kann lief in dieser ersten Halbzeit ab. Schnelles Spiel, gute Pässe und ideenreiche Spielzüge. Viel dazu beigetragen haben die Schiedsrichter, die das Spiel jederzeit im Griff hatten und durch kluge Entscheidungen nur wo nötig eingriffen und das Spiel laufen liessen und so massgeblich am tollen Spiel beteiligt waren.

Verwandelte Basler und müde Bieler

Nach dem Pausentee sah man eine komplett verwandelte Basler Mannschaft. Die Gladiators gaben jetzt mächtig Dampf und drängten die Jets immer mehr zurück. Die Bieler verstanden es anfangs zweiter Halbzeit aber immer noch, die Defense der Gladiators empfindlich zu stören.

Die Wende nach fünf Spielminuten

0734 die erneute Basler Führung. Dies war der Knackpunkt oder die Schlüsselstelle im Spiel. Die Kräfte des engen Bieler Kaders wurde langsam müde und musste immer mehr der Basler Maschinerie den Vorrang geben. Obwohl die Bieler mit ihren schnellen Leuten immer wieder Löcher fanden, hatten sie nicht mehr diese enorme Durchsetzungskraft der ersten Halbzeit.

Basler Überlegenheit - Bieler aus

Der Rest des Spiels ist schnell erzählt. Der Wiederstand der Seeländer nahm rapide ab - die Gladiators gaben mächtig Gas. So entwickelte sich ab mitte drittem Quarter ein eher einseitiges Spiel zu Gunsten der Gladiators, die nun immer mehr zu Punkten kamen und schlussendlich noch hoch mit 42:14 gewannen. In dieser Phase des Spiels unterliefen auch den Teamstützen der Jets immer mehr Abspielfehler.

Nach nur einem Jahr den Wiederaufstieg geschafft

Das Märchen vom Rheinknie ist also Tatsache geworden - die Derbys am Rheim werden jetzt aber noch mindestens ein Jahr auf sich warten lassen. Im Rankhof in Basel wird man nächste Saison wieder spannende A-Spiele sehen.

Sie sind zurückgekehrt. Die Violetten Gardekämpfer - die Gladiators beider Basel. Für die Einen wird es Grauen bedeuten - für die Anderen werden die Basler der neue grosse Unbekannte sein. Jedenfalls wird der nächstjährigen Nati-A ein neuer Hauch einer Gladiatorischen Wood Legende entgegenbrausen. Und man muss auch zugeben - ehrlich gesagt - man hat sie vermisst, die Fights der kämpfenden Männer vom Rhein. Sie haben manche Spiele die zum einschlafen waren mit ihrer Art der Kampfeslust, ihrer begeisternden Leidenschaft und ihrer sympatischen Art, zum neuen Leben erweckt.

Teamstats

Leserkommentare (6) »

John Brooks links und Dwaine Wood - die beiden Erfolgscoaches der Nati B- So wie sie Freunde sind, so war auch das Spiel - fair-emotional und wundervoll.

Das sind sie!! Die Basel Gladiators - eine überzeugende Leistung von einer tollen Truppe! Nati A wir kommen!!!

 

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