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02. Oktober 2008, 23:29
Meisterschaftsspiel abgesagt infolge Nichtauftauchen der Schiedsrichter
Geneva Seahawks - Zürich Renegades als Freundschaftsspiel ausgetragen
Das Meisterschaftsspiel in der Juniorenliga zwischen den Geneva Seahawks und den Zürich Renegades viel einem seltenen Kuriosum zum Opfer. Zu Spielbeginn waren nur zwei, der fünf Schiedsrichter anwesend. Um den regulären Spielablauf zu gewährleisten, wären mindestens drei nötig gewesen. So einigten sich die beiden Mannschaften auf ein Freundschaftsspiel - und was für eines! Jedenfalls die zweite Halbzeit war ein echter Cupfight, wo die Seahawks spürten, dass sie die hochfavorisierten Zürcher schlagen konnten. Schlussendlich schwangen die cleveren Genfer obenaus.
Geneve (mk) Gesucht Schiedsrichter
Facts
Das auf 14.00Uhr angesetzte Meisterschaftsspiel von Geneva Seahawks und den Junioren von den Zürich Renegades musste mangels genügender Schiedsrichter abgesagt werden. Die sonst schon sehr dezimierte Juniorenliga in der Schweiz, ist damit um ein Highligt reicher geworden. Beide Teams und ihre Mitspieler bekamen immer weiter erstaunliche Augen, als vor dem Spiel nur zwei Schiedsrichter bereitstanden, die Zeit verstrich und beim offiziellen Spielbeginn weit und breit keine weiteren gestreiften Männer bereitstanden. Die Verantwortlichen versuchten ab 13.00Uhr vergebens wenigstens einen Schiri aufzubiete. Mit drei wäre das Spiel möglich gewesen. Aber weder einer der bekannten Schiris war bei diesem herrlichen Herbsttag zu Hause noch die Dienststelle des Schiedsrichterobmannes besetzt oder irgend jemand des Verbandes erreichbar. So musste dieses Spiel wohl oder übel abgesagt werden. Die beiden Clubverantwortlichen einigten sich darauf, ein Freundschaftsspiel mit echtem Spielcharakter auszutragen.
Ein Freundschaftsspiel mit Cupfight Charakter
Die Jungs beider Mannschaften waren froh, dass sie spielen konnten und nahmen die Partie genau so ernst, als sei es ein Punktespiel. Was die Seahawks und die Renegades dem Publikum an Spielfreude boten, war wundervoll und AMF das Freude macht.
Zwei Halbzeiten - vier Quarter mit völlig verschiedenem Charakter
Zu Spielbeginn, zeigten die Genfer wieder die gewohnten Schwächen in ihrem Spiel. So gelang es den Zürchern auch nach ihrer langen Carfahrt sofort das Spielgeschehen in die Hand zu nehmen. Mit ihrem schnellen Quarterback und der intelligent aufgerückten Offensive bedrängten sie die Hintermannschaft der Seahawks schon schnell. So konnten die Renegades bald ihren ersten Tochdown verzeichnen und der anschliessende Kick brachte ebenfalls die gewünschten Punkte.
Die Zürcher unterliessen es aber, die möglich gewesenen vielen Punkte zu sammeln. Konzentration und vor allem auch das nicht aggressive Vorgehen gegen die Offensive der Genfer Seahawks. Man wartete lieber ab - um den Ball zu fangen, anstatt auf den Ball zuzugehen um ihm den
Gegner abnehmen zu können. So passierte auch der Anschlusspunkte-
gewinn der Genfer, mit einem raffinierten Touchdown der die Defense der Zürcher völlig überraschte. Mit dieser knappen Zürcher Führung (die mindestens dreimal so hoch sein müsste) ging es nach einem immer noch dominierenden zweiten Quarter der Zürcher in die Pause.
Der zweite Abschnitt mit einem völlig anderen Spielablauf
Was die Genfer genau in der Pause machen, welchen Guru sie beschwören, dass bleibt ihr Geheimnis. So machten sie es schon in Landquart, wo sie die Broncos nach dem Tee zur Verzweiflung brachten - so machten sie es am Sonntag und brachten die Zürich Renegades zur Niederlage. Wie diese aber zu Stande kam ist Beweis für dass niemals aufgeben, niemals verzweifeln und immer an sich glauben. Überhaupt, die Seahawks haben den Tritt zur homogenen Mannschaft erst gefunden, als der Playoffzug bereits abgefahren war - schade.
Zu sicher geglaubt - zu leicht genommen
Die Zürich Renegades wähnten sich sicher und - verloren! Nach der Halbzeit schien das Spiel weiter so seinen Lauf zu nehmen - doch der geübte Zuschauer sah da schon, dass da eine andere Genfer Mannschaft auf dem Platz stand. Es wurde konsquenz angegangen, genau gedeckt und vor allem gekämpft. Auch wenn die Renegades zuerst ihren Vorsprung ausbauten, sollte der Touchdown im driten Quarter die letzte Punktesammlung der Zürich Renegades sein. Die Seahawks begannen nun die Renegades zu bedrängen und bekamen nach und nach Überhand.
Dramatik und Sensation im letzten Quarter
Das Spiel entwickelte sich nun immer mehr zum echten Cupfight und Spitzenspiel. Die Seahawks spürten - wir können gewinnen. Die Zürcher hatten dem nichts mehr entgegen zu setzen und resignierten. So gelang den Genfern der ersehnte Touchdown und mit einem Pass Run holten sie die knappe Führung von 16:15 und damit den Sieg. Für die Jungs aus Genf war dieser Sieg wie ein Junior Bowl Gewinn. Für die Zürich Renegades ein harter Schlag mitten ins Gesicht. Für die Seahawks ist damit mit einem grossartigen Abschluss die Saison gelaufen. Die Zürich Renegades stehen in den Playoffs und müssen sich nun gegen die Wilden Broncos aus dem Bündnerland behaupten. Schonungslos wurden die Schwächen in der zweiten Hälfte in Genf aufgezeigt - wollen die Renegades gegen die Bündner bestehen, müssen sie an diesen Schwächen arbeiten, die die Broncos sind noch um einige Spuren schneller als die Seahawks.
http://www.seahawks.ch/ (GENEVA
SEAHAWKS)
ZÜRICH RENEGADES
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