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25. Februar 2010, 23:03
Das Land ist so schön und ich mag die Schweizer
Todd Hendricks wird die Thun Tigers in der neuen Saison verstärken. Hendricks ist amerikanischer Fottballprofi. Todd Hendricks, August 13, 1968 (Age 41) wuchs in Alexandria Minnesota auf, spielte im College zuerst Basketball, Fussball und dann American Football. Bald schon zog es ihn nach Europa wo er ab 1993 sechs Saison in einer der stärksten europäischen Leaguen spielte. Die Rangers in Wien waren für ihn die neue Heimat. Nach kurzen kleineren Abstechern kam er 2008 wieder nach Oesterreich zu den Vienna Knights. 2009 spielte er erstmals in der Schweiz bei den Bern Grizzlies, hatte aber verletzungsbedingt nur wenige Spiele. Nun hat er für die neue Saison einen Vertrag in Thun unterschrieben. Mit Todd sprach Marcel Krebs.
24.2.2010 Brüttisellen (mk) Was gefällt dir so an der Schweiz, dass du wieder hierher zurückkommst?
Ich komme wieder in die Schweiz um zu coachen und zu spielen und, weil ich die Leute hier mag und das Land sehr schön ist. Ich genoss die Saison im letzten Jahr bei den Bern Grizzlies , auch wenn ich mir eine hartnäckige Verletzung einhandelte und einen grossen Teil der Saison nicht spielen konnte. Es gibt eine Menge Potential im Schweizer Football und ich möchte dabei helfen die Liga stärker zu machen. Dass es Thun trifft kommt nicht von ungefähr. Ich lernte letztes Jahr die Thuner Führung und ihre Spieler kennen. Eine grossartige Familie erwartet mich da.
Stört es dich nicht, dass du diese Saison Nati B spielen musst?
In der Nati B zu spielen ist absolut kein Problem für mich. Auch wenn ich von Oesterreich und von den Grizzlies her auf höherem Niveau gespielt habe. Ich hatte auch dieses Jahr Angebote aus Oesterreich, Frankreich, Italien, Finnland und Deutschland. Es war ein schwere Entscheidung - ich habe mich aber wegen den vielen Freunden und dem Umfeld in Thun für die Tigers entschieden. Auch die an mich gestellte Aufgabe dem Coach Ueli Sutter zu helfen und mit den Tigers die gesteckten Ziele zu erreichen überzeugte mich. Es hat in Thun so viele gute Leute in der Organisation, dass dies schlussendlich den Ausschlag gegeben hat, an den Thunersee zu gehen.
Was ist Deine weitere Motivation um zu den Tigers zu gehen?
Ich bin der Teamplayer und geniesse es besonders, einem so toll motivierten Team zu helfen und frischen Wind zu bringen. Das Schönste für mich ist auch, mit anderen Spielern und Coaches, Trainern und Betreuern gemeinsam an einem Ziel zu arbeiten, das Beste daraus zu machen um die geforderten Ziele zu erreichen. Dazu kommt, ich muss es ehrlich sagen, dass ich Footballer bin und noch ein zwei Saisons anhängen will. Für mich ist das schöner als in einem achtstunden Job zu versauern. Ich möchte auch weiter als Trainer und Coach in Europa arbeiten. Für mich ist die Kultur in Europa einfach wunderbar.
Was machst du sonst noch - zwischendurch?
Ich arbeite in der Nichtfootballzeit in Amerika als Vertreter für eine Basketball und Footballfirma.
Hast du eine Freundin? eine Familie und wenn ja, vermisst Du sie?
Ich bin verheiratet und habe drei Kinder in den USA. Klar, ich vermisse sie, aber wir sprechen viel miteinander und ich sehe sie ja regelmässig, ja, jeden Tag auf Skype. Die Zeit vergeht sehr schnell und die Kinder sind ja mit der Schule beschäftigt und wenn ich bei Ihnen bin, geniessen wir es. Die Zeit vergeht ja schnell bis Papa wieder da ist.
Was sind Deine Hobbys? Malst du???
Malen? Nein. Ich spiele aus Plausch Basketball und reise mit meinen Lieben gerne umher.
Was könnte die Schweizer Liga weiterbringen?
Ich spüre es, die Schweizer Liga hat das Potential um eine der besten Europas zu werden. Es hat genügend grossartige Talente. Das Manko und der Unterschied zum übrigen Europa ist, dass die Berichterstattung mit Ausnahmen von Wenigen, fast in allen Medien fehlt und damit so zum Voraus das Football Lebenselexier genommen wird. Wo sind die Spielpräsentationen, die Sponsoren und die Fanclubs? Dies sind sind neben den Medien die Positionen, die verbessert werden müssen. Dazu braucht es aber ein miteinander aller Clubs. Dazu muss jeder Club daran arbeiten, dass das Spiel in die Medien kommt - gleich wie. Die Stimmung an den Spielen muss gesteigert werden. Auch da sind mit den Cheerleaders bereits Anfänge vorhanden. Es braucht aber dennoch mehr. Holt die Mädchen!
Das Niveau hier in der Schweiz ist sehr respektabel und kann auf längere Zeit hin sicher um einiges verbessert werden. Die Spieler müssten noch ein bisschen mehr Verantwortung übernehmen. Doch im Gegenzug muss ich auch sagen - Football ist in der Schweiz auf dem Vormarsch.
Würdest du mehr Imports spielen lassen oder weniger?
Ich denke, Import-Spieler und Trainer sind für die Mannschaften eine wichtige Weiterentwicklung. Ich habe schon mit 10-15 amerikanische Imports eine Zeit lang in Österreich bei den Rangers gespielt. (das ist aber für die Clubs viel und zu teuer und kann kaum finanziert werden) Ich schätze, dass mindestens zwei, wahrscheinlich besser, drei US-Importe auf dem Feld zur gleichen Zeit sein sollten. Für den Schweizer Football ist dies sehr wichtig. Nur so können die Schweizer selber auf wichtigen Positionen wachsen. So ist es auch möglich das spielerische Niveau nach und nach zu steigern. Doch um weiterzukommen, braucht es auch viele, viele einheimische Schweizer - nur so kann der Funke springen und schlussendlich das Resultat hervorragend werden.
Dein Lieblingsessen?
Spaghetti mit Hähnchen.
Dein Lieblingsgetränk?
Bevorzugte Getränke sind Red Bull, Gatorade, und Bier
Dein Lieblingsauto?
Z-28 Camero
Deine Lieblingsmusik?
Obwohl ich nicht mehr zu den "Allerjüngsten" gehören, liebe ich Hip-Hop und DanceArt. Aber alle Musik ist wichtig für mich.
Leserkommentare (1) »

In Bern letzte Saison wurde Todd Hendricks (knieend) immer wieder von Verletzungen geplagt.


