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02. April 2010, 11:46
Die Bienna Jets
Wenn John Brooks nach fast dreistündiger Autofahrt aufs Trainingsgelände der Bienna Jets in Biel Mett kommt, geht's so richtig los. Die Bienna Jets sind eine grosse Familie, wo jeder willkommen ist und jeder seinen Beitrag zum grossen Familienleben leistet. In der Familie werden auch Fehler verziehen und Leistungen gelobt. Die etwas andere Mannschaft im Schweizer Football hat dennoch viel vor. Die Vision 2014 im Final um die SwissBowl zu stehen ist ein Ziel, für dass es sich lohnt zu kämpfen und füreinander und miteinander durchs Feuer zu gehen.
1.4.2010 Brüttisellen In Biel könnte man jetzt schon Feste feiern, den kaum wie anderswo hat die Nachwuchsförderung und die dazugehörende Suche erste grosse Früchte getragen. Mit der neuen U16 Mannschaft und den grossen Soll von über 40 Jugendlichen, hat die neue Clubführung nicht nur die eigenen Reihen überrascht, sondern auch die Stadt Biel überzeugt und dazu bewogen, auf dem Clubgelände einen komplett neuen Garderobebereich mit Aufenthaltsraum zu bauen. Baubeginn demnächst.
Die Vision - das Versprechen
Im Schweizerischen American Football tut sich also was. Die Vereinsführung, hat dabei die gleiche Meinung vieler Schweizer Clubs, mit eigenem Nachwuchs die Footballwelt zu erobern. So sagt auch Mario Tedeschi der Sportchef mit grosser Überzeugung: "Unsere Vision 2014 - im Swiss Bowl Final zu stehen - hat viele ehemalige Clubmitglieder mobilisiert, in irgendeiner Form den Jets auf dem Weg zum grossen Ziel beizustehen."
Auch im neuen geplanten Fussballstadion - wird Platz sein für die Bienna Jets!
Die Stadt Biel glaubt an die grosse Familie der Jets und ihren vielen Kindern und Jugendlichen. Der Platz für die American Footballer ist reserviert und eingeplant. Und damit könnte einmalig in der Schweiz, in drei-vier Jahren, die neue Hochburg für den American Football in Biel entstehen.
Einmal Jet Immer Jet
Ein echter Jet sagt seiner Mannschaft niemals Adieu! Wer bei den Bienna Jets spielt, der bleibt in der grossen Familie. Klar, die Versuchung für die Einzelnen ist auch in Biel gross, es bei einem der grossen Clubs zu versuchen das er damit seine Heimat, seine Familie verlässt ist jedem Spieler klar, und so bleiben die Jungs (mit ganz wenigen Ausnahmen) in der einmaligen Umgebung eines Traditionsteams, das mehr als alles Geld der Welt zu bieten hat.
So ist es auch nicht verwunderlich, dass viele frühere Spieler in dieser Saison den Weg zurück nach Biel gefunden haben. Sie haben alle vom neuen Aufbruch in eine himmlische Footballzeit in der Uhrenstadt gehört. Sie sind bereit und wollen dem Team dazu verhelfen, die ersten Hürden auf dem beschwerlichen Weg zu nehmen.
Ein neuer Präsident ein neuer Wind
Carim Thahabi hat in Biel neu die Führung der Jets übernommen. So sagt dann auch Sportchef Mario Tedeschi: Wir haben den alten Präsidenten nicht einfach so ausgewechselt, er wünschte selber neues Blut an der Spitze, neue Ideen und neuen Wind. Diese Offenheit im Club braucht es um weiterzukommen. So wird der abgetretene Präsident in einer neuen Helferfunktion auf dem Platz, beim Material oder sonst wo weiter mithelfen. Diese Menschen sind schlussendlich die Voraussetzung um unser Team dorthin zu bringen, wo es alle sehen möchten.
John Brooks der harte Headcoach
John Brooks ist bereits die dritte Saison in Biel. Brooks lebt seit 17 Jahren in Europa und betreibt am Bodensee auf der deutschen Seite eine erfolgreiche Personenschutzfirma, wo er auch für die Baden-Würtembergische Regierung, Sicherheitsaufträge und Begleitschutz ausführt. Der schwergewichtige Headcoach hat nicht nur eine beachtliche Grösse und eine eindrückliche Figur er ist ein harter Kerl, der die Burschen bei jedem Training im Schweisse Baden sehen will. Er fordert viel, ist aber auf der anderen Seite, ein herzensguter Mensch mit viel Humor. Er ist genau der, der den Jungs American Football beibringen kann und die traditionelle amerikanische Footballkultur nach Biel bringt. Dass er dabei zu jedem Training Über 2 Stunden mit dem Auto angefahren kommt ist auch für die Bieler ein gutes Zeichen, doch auch sehr verwunderlich. Brooks meint aber: Diese Jungs und die Verantwortlichen haben mich hier überzeugt. Ich komme genauso wenig los von der Familie wie die Spieler. Dazu gibt es nichts schöneres als wenn aus dem eigenen Nachwuchs Spielerpersönlichkeiten heranwachsen. Ich bringe den Jungs den Football bei sie bringen mir die Freude. I c h b i n g a n z e i n f a c h e i n B i e l e r !
Fragen und Antworten
Sport-heute.ch John, woher kommst Du überhaupt in der Footballschweiz?
John Brooks: Ich komme von den Warriors. War dann erst Defense Coach in Biel und dann Headcoach. Biel hat mich bald überzeugt. Hier in Biel entsteht der Schweizer American Football der Zukunft! Hier spielt die Mannschaft der Zukunft, davon bin ich überzeugt. Mir gefällt auch, dass man so viel Gewicht auf den Nachwuchs legt, den Eigenen. Dass ist Musik in meinen Ohren. Hier haben wir auch die hungrigen, harten Jungs, die Football spielen wollen. In Biel sehe ich die Leidenschaft, die ich anderswo kaum je gesehen habe und so gebe ich meine ganz persönliche Football Leidenschaft mit ganzem Herzen dazu.
Sport-heute.ch Wie gross ist das Potential im Moment?
John Brooks Es sind viele ehemalige Spieler, die aus beruflichen Gründen aufgehört haben, zurückgekommen und andere haben wieder begonnen mit uns zu trainieren. In Biel gab es ja viele Nationalspieler, von diesen können wir jetzt wieder profitieren. Und nächste Saison werden 10-12 Junioren den Sprung in die erste Mannschaft schaffen. Sicher brauchen die Einen noch etwas Zeit, doch hat es drei vier darunter, die uns weiterbringen werden.
Sport-heute.ch Wie stehst Du zu den Imports oder Profispielern?
John Brooks Da bin ich wie die Vereinsleitung strikte dagegen. Wenn wir eine Zukunft im Club haben wollen, so müssen wir das ohne solche Spieler schaffen. Was nützten wir vier Profis, wenn dann vier eigene Clubspieler dafür eine Saison nicht spielen? Wenn wir über drei-vier Jahre unser Team aufbauen können, so müssen wir auch von Teams mit Profis keine Angst haben unsere Jungen Spieler werden immer schneller sein.
Wichtig ist auch, dass unsere Spieler fiter sind, als die Spieler anderer Mannschaften. So sind sie weniger verletzungsanfällig. So ist unser Konditionstraining sehr hart es wird sich aber auszahlen.
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Sportchef Mario Tedeschi links und Headcoach John Brooks rechts.

Ken Niedermann - Ex Nationalspieler und Wiedereinsteiger bei den Jets Sport-heute.ch Was macht das Leben als Jet den aus? Ken Wenn du bei den Jets angfängst zu spielen, kommst du in eine Familie hinein wo du niemals mehr hinaus möchtest niemals mehr weggehst. Du gehst vielleicht ins Büro zum arbeiten nach Bern oder Zürich aber du gehst niemals weg von den Jets und schon überhaupt nicht in einen anderen Club zum spielen. Ich habe mich in den letzten Jahren vom Sport zurückgezogen nun bin ich seit einer Woche wieder da und ich bin aufgenommen worden, als wäre ich nie fort gewesen. Ich könnte mir auch nicht vorstellen in eine Clubstruktur zu kommen, wo wir wie ein Kompanie Grenadiere auf den Platz rennen. Hier in Biel dürfen wir lachen, wir müssen nicht mit grimmigen Blicken aufs Feld kommen auf Befehl. Ich glaube in Biel ist es auch lockerer als anderswo. Wir brauchen keinen Krach um erfolgreich zu sein. Wenn einer Krach macht, dann hat es einzig der Headcoach als Berechtigung und dass ist auch gut so. Wir haben es hier auch streng aber wir haben enormen Spass. Allerdings muss man auch die Spässe des Coaches verstehen. Er hat mich beim ersten Training gefragt, was ich spielen möchte er hätte noch eine Position meinte er, als Wasserträger! Mit tief ernster Miene hat er dies gesagt! Er liess mich dann auf meinen Wunsch in der Defensline spielen und am Sonntag beim Trainingsspiel gegen die Grizzlies war er sehr zufrieden mit mir.








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