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14. November 2013, 23:34

Die Art und Weise

Gespräch mit dem EX Headcoach der Bienna Jets

"Biel war eine Erfahrung aber eine noch grössere Enttäuschung. Das abgelaufene Footballjahr war für mich ein schwieriges Jahr. Erst sollte ich in Biel im Januar einsteigen, dann verschob man den Einstieg auf April. Die Mannschaft war zu nichts bereit, man wollte ganz einfach nur ein bisschen in der Nati A spielen und mitmachen." So Sebastian Fandert.

15.11.13 Zürich, Red.mk (mk) Das Football bei den Bienna Jets Spielern an zehnter Stelle aller sportlicher Aktivitäten stand, wurde mir bald schon vermittelt und da musste ich zuerst einmal richtig schlucken. Mit der "soso lalala" Einstellung, lassen sich leider keine Pferde stehlen und schon überhaupt nicht Punkte holen.

Zu Coach Kenny

Es gab mal ein Telefon-Meeting, wo man mir sagte, dass wir Kenny und seine neuen Spieler nicht brauchen. Wie man dann anschliessend mit Kenny umgegangen ist verliert jeden Respekt. Coach Kenny hat eine zukunftsorientierte hervorragende Arbeit gemacht. Alles Weitere habe ich dann allerdings erst über Sport-heute.ch erfahren.

Zu den neuen Spielern - Anmerkung Redaktion)
(Defense Coach Kenny, der nun neu bei den Basel Meanmachine in der gleichen Funktion wie in Biel tätig ist, engagierte sich praktisch Tag für Tag für die Jets. Innert kürzester Zeit trommelte Kenny auf Biels Strassen 15-20 Schwarze zusammen und führte sie in die Geheimnisse des Footballs ein. Was der Klub jahrelang verschlafen hatte und Coach Kenny im Handumdrehen fertigbrachte, endlich für Nachwuchs und Konkurrenz im Team zu sorgen, war vielen ein Dorn im Auge. Wieso sollte Biel plötzlich neu erwachen, Erfolg haben? Ein Auswärtiger stellt innert drei! Wochen eine Armee aufs Feld! Unglaublich! Weil dann aus dem bunten Haufen gleich noch vier-fünf Kerle absolute American Footballtalente herausstachen, passte vielen Spielern auch nicht. Selbst im Training feuerten die schwarzen Jungs sich gegenseitig an und zeigten den alteingesessenen Jets, was Training und Einsatz bedeutet. Die Jets liefen hinterher. Jetzt hiess es plötzlich, wer ins Training kommt, der kommt nicht zum pläuscheln, sondern der muss es mit der neuen schwarzen Truppe aufnehmen und, er muss vor allem schwitzen, laufen und endlich trainieren. Anm. Redaktion)

So war das Schicksaal von Coach Kenny schnell besiegelt. Wir sind doch keine Profis, meinten die Jets-Spieler über die Gangart der Coaches, die endlich Erfolge bringen sollte!

Vieles kann man (in Biel) nicht begreifen

Übrigens sagte man mir noch: Wir haben genug gute Spieler, die sich im A behaupten können, so Fandert. Darum brauchen wir die Spieler von Coach Kenny nicht. Gleichzeitig schiesst mir da der Gedanke hoch meint Sebastian Fandert: Wie will man Football plötzlich an erste Stelle setzen, wenn American Football in Biel bisher auf Rang 10 der sportlichen Aktivitäten von den meisten einzelnen Spielern stand? Das glaube ich ganz einfach nicht.

"Vom neuen Vorstand habe ich dann nichts mehr gehört," sagt Fandert weiter. Und so hat das Abenteuer Bile geendet. Um eine grosse Lebenserfahrung und ein grosse Enttäuschung reicher wird Sebastian Fandert seine Zelte wieder in Deutschland aufschlagen.

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